Herbstseminar 2026 in Löwenstein

Ankommen, Austauschen, Anfreunden
Schon bei der Anreise am Donnerstag zeigte sich Löwenstein von seiner besten Seite: mildes Spätsommerwetter, freundliche Gesichter, erste Gespräche auf den Wegen rund um die Tagungsstätte. Ab 14 Uhr konnten die Zimmer bezogen werden, und viele nutzten die Gelegenheit, das Gelände zu erkunden oder neue Teilnehmer kennenzulernen.
Um 15 Uhr traf sich die Gruppe zu Kaffee und Kuchen im Speisesaal – ein schöner Auftakt, besonders für jene, die zum ersten Mal dabei waren.
Nach der Begrüßungsrunde folgte gleich ein erster Höhepunkt: Die Aphasiker präsentierten das Theaterstück, „Nur nicht die Nerven verlieren“, das sie in den Tagen zuvor einstudiert hatten. Die Aufführung war ein voller Erfolg – überraschend, berührend und mit großem Applaus bedacht.
Am Abend wurden die von Petra Vester und Angelika Improta angebotenen Massagen im unterhaltsamen Bingo-Verfahren verlost. Danach klang der Tag bei gemütlichem Beisammensein aus – mit vielen Gesprächen und viel Lachen.
Freitag und Samstag – Aktiv, kreativ und voller Energie
Der Freitag begann sportlich: Bereits um 6:45 Uhr startete Michael Kaltenmark mit einer motivierten Gruppe zum Nordic Walking.
Um 7:30 Uhr bot Bärbel Schenke ihre morgendliche Gymnastik an – ein wohltuender Start in den Tag, der das anschließende Frühstück noch besser schmecken ließ.
An beiden Tagen gab es ein vielfältiges Therapie- und Aktivprogramm: Logopädie, Yoga, Töpfern, Kräuterkunde, Gehirn-Jogging, Stuhl-Yoga, Basteln, Musik und Spiele. Dank des trockenen Wetters waren auch die Außenspiele – besonders Wikinger-Schach – sehr beliebt.




Ein Grillabend und ein Konzert, das man nicht vergisst
Am Freitag überraschte uns die Küche um 18 Uhr mit einem köstlichen Grillabend. Die Auswahl war groß, die Teller schnell leer – und ein Verdauungsspaziergang danach für viele ein Muss.
Um 20 Uhr folgte ein kulturelles Highlight: Thomas Roth begeisterte mit seiner historischen Nyckelharpa, begleitet von seinem Partner am Marimbaphon. Manfred Schenke führte charmant durch den Abend. Die Zeit verging wie im Flug – plötzlich war Mitternacht.


Samstagabend – Bunter Abend, volle Tanzfläche
Auch am Samstag wurden die Therapien fortgeführt. Am Abend traf sich die gesamte Gruppe im Bonhoeffer-Saal zum bunten Abend.
Die Combo Barrierefrei des Landesverbands sorgte für Stimmung, Musik und gute Laune. Die Tanzfläche war fast durchgehend gefüllt – ein Abend voller Lebensfreude.
Sonntag – Austausch, Abschluss und ein musikalischer Ausklang
Am Sonntag mussten die Zimmer bis 9 Uhr geräumt werden. Anschließend trafen sich Angehörige und Betroffene getrennt zu einem intensiven Austausch, moderiert von Petra Vester, die mit viel Einfühlungsvermögen durch die Gespräche führte.
In der Abschlussrunde wurde das Seminar aus allen Perspektiven beleuchtet. Zum Ausklang spielte Michael Kaltenmark auf seiner Gitarre einige seiner neuesten Stücke. Es ist beeindruckend, mit welcher einzigartigen Technik er trotz nur eines funktionstüchtigen Arms sein Instrument beherrscht – ein Moment, der viele tief berührte.

Ein Seminar, das nachwirkt
Die Rückmeldungen waren überwältigend positiv. Viele bezeichneten das Seminar als ihr schönstes Erlebnis des Jahres. Das Betreuer-Team erhielt begeisterten Applaus.
Nach dem Mittagessen hieß es Abschied nehmen. Es gab herzliche Umarmungen, bewegende Szenen und den gemeinsamen Wunsch: Dieses Seminar soll es unbedingt wieder geben. Die Vorfreude auf das nächste Jahr ist bereits groß.
Mit einem herzliches Dankeschön
Der Landesverband bedankt sich von Herzen bei allen Referenten und natürlich auch bei unserem Betreuer-Team – Manfred Schenke, Hans‑Jürgen Bauer und Jürgen Spriegel – sie waren die ganze Zeit über präsent und sorgten für eine herzliche, verlässliche Atmosphäre.
Ein ganz besonderer Dank gilt auch dem GKV-Spitzenverband der der gesetzlichen Kranken- und Pflegekassen in Deutschland. Ohne Ihre großzügige Unterstützung wäre dieses großartige Seminar nicht möglich geworden.
Manfred Schenke
LV-Vorstandsmitglied
